Sprache verbindet …

AWO Sprachheilzentrum Bad Salzdetfurth


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Lösungen finden!

FOBI lösungsorientiertes Arbeiten 001

Wir alle haben Ziele. Alle haben wir – mehr oder weniger detailliert – Vorstellungen, wie wir am liebsten leben wollen. Wir haben eine Idee, wer oder was zum Gelingen besonders wichtig ist. Und alle treffen wir auf dem Weg dahin auf Unterstützung oder auf Hürden.

Wir wünschen uns, dass unsere Ideen vom gelingenden Leben ernst genommen werden – so ungewöhnlich sie auch sein mögen. Wir möchten, dass wir auf unserem Weg dorthin begleitet und bei Schwierigkeiten unterstützt werden. Besonders in kritischen Situationen möchten wir Wertschätzung erfahren und als aktive, gestaltende Personen gesehen werden.

Dies alles nimmt der Ansatz des Lösungsorientierten Arbeitens (LOA) zur Grundlage. Von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg maßgeblich entwickelt, wird das Modell zunehmend in der Jugendhilfe erfolgreich angewendet.

 

FOBI lösungsorientiertes Arbeiten 004

„Fragen statt sagen“

Bei LOA sind Berater und Ratsuchender Partner. Der Blick wird vom Problem und der Analyse zum Ziel und zur Lösung, von der Vergangenheit in die Zukunft gelenkt. Der Lösungsprozess wird nicht gesteuert, er wird durch Fragen begleitet. Das Ziel, den Weg und die „Schrittlänge“ auf dem Weg zur Lösung bestimmt der Ratsuchende. Damit verändern sich die traditionellen Rollen zwischen Ratsuchendem und Beratern. Niemand ist nur helfend aktiv und muss ständig Lösungen finden. Niemand ist ausschließlich hilflos und passiv. Das schützt vor Helferfantasien und bedeutet zugleich Machtverlust. Den Erfolg hat der Ratsuchende, nicht der Berater. Dies kann dennoch für beide sehr entlastend und stärkend sein.

 

FOBI lösungsorientiertes Arbeiten 003

„Einfach, aber nicht leicht“

Das Prinzip von LOA ist einfach, es ist schnell zu verstehen. Danach zu arbeiten, die wertschätzend begleitende Haltung durchgehend aufrecht zu halten, das Tempo und die Vorstellungen des Ratsuchenden konsequent anzulehnen, kreativ zu sein und die passenden weiterführenden Fragen zu stellen und nie zu intervenieren – das ist nicht leicht. Es braucht viel Geduld. Es braucht Zuversicht und Zutrauen ineinander und in das Modell. Und es braucht die Überzeugung, dass in jedem Menschen die Kompetenz und der Wunsch stecken, das eigene Problem selbst lösen zu können und zu wollen. Nur eben nicht allein.

(hg/hmo)

 

FOBI lösungsorientiertes Arbeiten 008


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Zusammenarbeit mit der Uni Hildesheim: Trainingsstudie vorgestellt

M.Sc.-Psych. Ellen Radtke

M.Sc.-Psych. Ellen Radtke

Präsentation der Ergebnisse

Präsentation der Ergebnisse

AGENT 8-1-0

AGENT 8-1-0

In Zusammenarbeit mit dem Psychologischen Institut der Universität Hildesheim ist ein Trainingsprogramm zur Überwindung von Arbeitsgedächtnisdefiziten bei Kindern mit Sprachentwicklungsproblemen bei uns ausprobiert und evaluiert worden. Die Ergebnisse – mit Spannung erwartet – wurden heute von dem Forschungsteam um Frau Dr. Schuchardt und Frau Ellen Radtke vorgestellt. Das Fazit: Die visuell räumlichen Gedächtnisbereiche und die zentral exekutiven Funktionen (Lenkung der Aufmerksamkeit, Verarbeitung) haben sich durch das Training bedeutsam verbessert. Aus Sicht der Forscherinnen „leider“ – hat es keine Verbesserung beim verbalen Gedächtnis gegeben. In der anschließenden Diskussion der Ergebnisse mit Kolleginnen und Kollegen wurde von den Forscherinnen die Vermutung geäußert, für ein erfolgreicheres Training des Verbalgedächtnisses bei sprachgestörten Kindern seien vermutlich intensivere Trainingsvorbereitung und Trainingsbegleitung sowie Spezialisierung erforderlich – Bedingungen wie sie im Kontext der stationären Sprachheilbehandlung optimal gegeben sind.
Die Forschungskooperation zwischen dem Sprachheilzentrum und der Universität Hildesheim wird auf jeden Fall mit spannenden Fragen fortgesetzt werden.

(bb/aks)