Sprache verbindet …

AWO Sprachheilzentrum Bad Salzdetfurth


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Wir heißen den Herbst willkommen!

Am 4. Oktober war es so weit: Das Sprachheilzentrum und der Sprachheilkindergarten in Bad Salzdetfurth luden gemeinsam mit der Burgbergschule zum Herbstfest ein und hießen alle aktuellen und ehemaligen Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien und Freunden willkommen.

Aus dem sonst üblichen Sommerfest wurde in diesem Jahr auf Grund der späten Sommerferien ein Herbstfest. Und das Wetter meinte es trotz der Jahreszeit sehr gut mit uns, so dass alle großen und kleinen Besucher bei Sonnenschein unser Gelände zum Spielen, Essen, Erzählen und Lachen nutzen konnten.

In diesem Jahr gab es zwei Neuerungen:

Die Burgbergschule lud am Herbstfest zum Elternsprechtag ein, sodass Eltern das Fest gleichzeitig für ein Gespräch mit der Klassenlehrerin ihres Kindes nutzen konnten.

Auch durften in diesem Jahr erstmals unsere Kinder und Jugendlichen an den verschiedenen Verkaufsständen Aufgaben übernehmen und unterstützten so die Erwachsenen mit viel Freude beim Verkauf von Spieleplaketten, leckeren Speisen oder erfrischenden Getränken.

Und da wir gerne viele Besucher um uns haben, hatten wir in diesem Jahr besonderen Grund zur Freude: Auf unserem Gelände tummelten sich so viele Gäste wie schon lange nicht mehr!

Wir freuen uns daher schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

Text: aks/hg, Fotos: as

Piel

Plaketten

Malangebot

Hüpfburg

Karussell

Sackhüpfen ganz praktisch

Sackhüpfen Kuchen

 

 

 

 

 

 

 


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Coole Kids und heiße Öfen

Coole Cars oben drüber

Coole Cars oben drüber

Solche tollen Flitzer haben einige Kinder von Gruppe 11 und 2 in der Sprachtherapie gebaut: Pick-Ups, Sportwagen, Tuner-Karren. Sie sind alle aus Papier gebastelt.

Woher kommt die Idee? Beim Basteln können die Kinder viel lernen. Vom geschickten Umgang mit Bastelmaterial über Fingerfertigkeit mit der Schere bis hin zum vorsichtigen Handhaben der leicht zerknickbaren Ergebnisse ihrer Arbeit – Ziele für die allgemeine Entwicklung sind zahllos vorhanden.

Aber auch aus sprachlicher Sicht ergaben sich viele Möglichkeiten, Therapieinhalte einzuflechten: Wir haben viele neue Begriffe rund um das Auto gelernt. Manche Kinder mussten sich anstrengen, die Bastel-Aktion in vollständigen, korrekten Sätzen wiederzugeben. Andere haben das „sch“ geübt: „Schere“, „Scheinwerfer“, „Scheibenwischer“, „Windschutzscheibe“, alle diese Worte mussten richtig ausgesprochen werden (überlegen Sie mal: Wie viele Wörter mit „sch“ fallen Ihnen ein, wenn Sie an das Thema „Auto“ denken?). So hat jedes Kind seine individuell abgestimmten Therapieinhalte in diesem Projekt trainiert.

Dabei hatten die kleinen Ingenieure so viel Freude, dass bestimmt niemandem aufgefallen ist, dass DAS jetzt Sprachtherapie war. Trotzdem haben dabei alle Kinder motiviert ihre Übungen und Aufgaben erledigt – und super heiße Schlitten kreiert.

Die erste Frage war gleich: „Machen wir das nächstes Mal wieder?“ – aber fürs Erste sind es diesmal genug Wagen geworden. Aber wer weiß, vielleicht lassen sich auch Eltern von dem Papercraft-Fieber anstecken…?

(hw/hg, Foto: hw)

 


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Die Jahresberichte 2014 sind erschienen!

Jahresbericht 2014

Wie seit einigen Jahren sind auch in diesem Frühjahr unsere Jahresberichte 2014 für das Sprachheilzentrum und den Sprachheilkindergarten erschienen. Sie können hier herunter geladen werden:

Jahresbericht Sprachheilzentrum 2014

Jahresbericht Sprachheilkindergarten 2014

Gern schicken wir Ihnen natürlich auch ausgedruckte Exemplare zu. Bitte melden Sie sich dazu einfach unter
info@spz-bsd.awo-ol.de .


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Riesen Freude: Bestandsschutz für die Burgbergschule!

Burgbergschule - Förderschule für Sprache

Burgbergschule – Förderschule für Sprache

Zum Ende des Halbschuljahres gab es ausgesprochen gute Nachrichten für die Sprachheilschulen Niedersachsens, insbesondere für die Burgbergschule: Die ursprünglich vorgesehene schrittweise Auflösung der Förderschulen Sprache zum kommenden Schuljahr wurde aus dem Entwurf zur Schulgesetznovelle gestrichen. Wie Kultusministerin Frauke Heiligenstadt bekannt gab, erhalten die neun Förderschulen mit dem Schwerpunkt Sprache und die Sprachförderklassen in Niedersachsen einen unbefristeten Bestandsschutz. Für die Burgbergschule und für das Sprachheilzentrum gibt es damit endlich die Planungssicherheit für das neue Schuljahr 2015/2016. Die Grundschulen, Gesundheitsämter, Fachberater und wir können die Eltern mit sprachbehinderten Kindern jetzt zielführend und rechtssicher beraten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Burgbergschule und des Sprachheilzentrums haben sich riesig über die Entscheidung der Ministerin gefreut! Allen ist aber auch klar, dass jetzt neue Aufgaben anstehen. Ein besserer, behutsamerer Weg in die inklusive Gesellschaft – und damit in die inklusive Schule – muss gefunden werden. Dabei müssen alle Beteiligten, die Eltern und Kinder, die Therapeuten, Fach- und Lehrkräfte aber auch die Schulträger und beteiligten Behörden angemessen mit eingebunden werden.

Jedes einzelne Kind zählt und es gilt immer, den besten Weg zu finden, damit jeder Mensch eine möglichst große Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erreichen kann.

(bs/hg)


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Kalender 2015 – neue Flyer

Kalender 2015

„Piep und Matz“ ist das Thema unseres Kalenders 2015. Es freut uns, dass wir viele positive Kommentare für ihn ernten durften. Einige Exemplare haben es allerdings noch nicht an eine neue Wirkungsstelle geschafft. Diese möchten wir gern zur Adoption frei geben.
Wer noch ein Exemplar erhalten möchte: Wir verschicken die Restexemplare gern gegen Übersendung eines mit 1,45€ frankierten A4-Rückumschlags – solange der Vorrat reicht!

Ganz neu ist unser neuer Einrichtungs-Prospekt. Auch diesen verschicken wir gern, natürlich auch ohne Rückumschlag! Bitte schreiben Sie uns kurz wie viele Exemplare Sie benötigen und an welche Anschrift wir sie senden dürfen.


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Der Buchfink war da!

Am 11.12.14 hieß es im Sprachheilzentrum wieder:

Der Buchfink ist da!

Nein, kein Vogel, sondern ein Künstler, der es auf wunderbare Weise versteht, die Kinder und die Erwachsenen mit seinen selbst entwickelten Geschichten und seinen oft skurrilen Puppen in den Bann zu ziehen. In der ersten Vorstellung brachte er Kinder und Erzieher-Augen zum Funkeln, erzeugte begeisterndes Klatschen und spontane Bravo-Rufe; lautes und mitreißendes Lachen schallte durch die Gänge der Burgbergschule. Mit seinen „Hintertür-Geschichten“ erreichte er nicht nur unsere „Kleinen“ aus dem Kindergarten, sondern auch die Besucher des Kindergartens St. Oliver aus Lamspringe und Schüler der Sothenberg-Schule Bad Salzdetfurth.

Am Nachmittag versprühte Christoph Buchfink dann seine Magie im Haus Bartimäus des Diakonischen Werkes und verzauberte die dortigen Bewohner mit einer Variation der „Hintertür-Geschichten“.

Christoph Buchfink

Zum Abschluss gab er eine weitere Vorstellung in der Aula der Burgbergschule und ließ hier die Luftlilien duftig durch den Raum und über den Glückssessel flirren. Kati, Ole und der Wunderbalkon entführten Alle in eine Welt, in der es um „Alt“ und „Jung“, die Unterschiedlichkeit der Generationen, die Liebe, das Miteinander und Füreinander und vor allem um Respekt und Verständnis ging. Voller Ungeduld wollten die Kinder ein gerechtes Ende herbeiführen. Zum Glück gab es, auch ohne Eingreifen des jungen Publikums, einen guten Ausgang und große Freude bei allen Kinder und Erwachsenen.

Zum Schluss durften alle Puppen direkt begutachtet und vorsichtig berührt werden. Das gab dem Abend einen schönen Ausklang.

(wp/as)


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Interkulturelle Kommunikation: Herausforderung in Elterngesprächen


Interkulturelle Woche 2014

„Treffen sich ein Deutscher, ein Chinese und ein Engländer.“ Haben Sie schon mal einen Witz gehört, der so oder ähnlich anfing?

In diesem Satz ist oft schon vorangedeutet, worum es im Witz gehen wird, und worauf sich die Pointe beziehen wird. Meistens geht es um Missverständnisse, die durch kulturelle Verschiedenheit der Beteiligten entstehen. Zwar beruhen diese Scherze meist auf Stereotypen, also stark vereinfachten und klischeehaft dargestellten Charakteren, ein Fünkchen Wahrheit steckt aber trotzdem manches Mal darin.

Vor allem in einer Tatsache: Ich selbst weiß zwar von vielen Stereotypen über Kulturen, aber leider nicht wirklich viel darüber, wie sie tatsächlich funktionieren. Das erkennt man daran: Der Stereotyp eines Deutschen trägt Lederhosen, hört Blasmusik und hat immer Bier in der Hand. Entspricht das Ihrer Wirklichkeit? Meiner jedenfalls nicht. Probieren Sie folgendes Gedankenexperiment: Denken Sie an Mercedes-Fahrer. Was verbinden Sie mit ihnen auf der Autobahn? Wäre Ihre Wahrnehmung eine andere, wenn Sie sich vorstellen, Sie treffen einen in entspannter Atmosphäre bei einer Hausparty?

Auch bei meinen Vorstellungen von anderen Kulturen gilt: Ich habe zwar irgendwelche Ideen davon im Kopf, wie „die“ leben, aber einen tatsächlichen Eindruck habe ich nicht. Viele der kulturellen Eigenschaften, die mich selbst ausmachen, gibt es in anderen Kulturen nicht; dafür sind mitunter ganz andere Dinge wichtig. Vielleicht besteht zum Beispiel ein ganz anderes Bild von Gesundheit, Krankheit, Pflege und dergleichen mehr.

So wird für mich die Diskussion mit Angehörigen für mich fremder Kulturen sehr viel komplizierter, wenn ich als Sprachtherapeut ein Elterngespräch führe. Was ist mir wichtig, was ist den Eltern wichtig? Welche Unterschiede gibt es beispielsweise im Kommunikationsverhalten? Ist auch von den Eltern erwünscht, dass ihr Kind Augenkontakt aufnimmt, oder empfinden sie es – kulturell bedingt – als unverschämt? Derartige Fragen sind eine Herausforderung, der ich mich stellen muss, wenn ich an einer konstruktiven Zusammenarbeit mit Eltern aus mir fremden Kulturen interessiert bin.

Dabei muss mir eines die ganze Zeit bewusst sein und bleiben: Ich habe eine kulturelle Prägung. Schließlich haben mich meine Eltern dazu erzogen, mich so zu verhalten, wie es sich in unserer heimischen Kultur gehört. Alles, was ich als Kind gelernt habe, ist für mich Normalität im Sinne von „so ist das halt bei uns“. Das bedeutet aber auch: Verhält sich jemand davon abweichend, ist sein Benehmen für mich nicht „normal“.

Ein Beispiel: Für mich ist wichtig, dass Termine konkret abgesprochen und eingehalten werden. Unser ganzes zeitliches System ist so organisiert, zum Beispiel durch Stundenpläne in den Schulen (immer ein Schulfach je 45 Minuten) oder bei Amtsterminen. Mir ist klar, wenn ich zu spät komme, ist wahrscheinlich die Tür zu, und ein anderer Klient ist an der Reihe, weil das bei uns „eben so ist“. Dafür gibt es ein Fachwort: Ich bin „monochron“. Ich habe nur eine Uhr, und auf der laufen alle Aktivitäten nacheinander ab.

Im Gegensatz dazu gibt es auch „polychrone“ Zeitverständnisse. Das bedeutet „viele Uhren“. Eine für die Hausarbeit, eine andere für Freunde, die mich besuchen kommen und so weiter. Ich verabrede mich nicht um 19:00 Uhr, sondern für „heute Abend“, und irgendwann am Abend kommen meine Freunde mich besuchen. Falls ich dann noch mit Staubsaugen beschäftigt bin, ist das aber nicht schlimm (es ist „normal“, dass mehrere Tätigkeiten gleichzeitig ablaufen, so echt „multitasking“).

Neben meiner mir anerzogenen „Normalität“ gibt es noch mindestens hunderte andere Normalitäten. Als selbstverständlich kann ich nichts annehmen. Außer, ich bin mir sicher, mein Gegenüber gehört derselben Kultur an wie ich, und wir haben ein Einverständnis darüber, wie wir mit bestimmten Dingen verfahren („Das macht man so.“). Was bedeutet das aber für mein Elterngespräch?

Zunächst muss ich herausfinden, ob meine Wünsche und Ziele für das Kind mit denen der Eltern übereinstimmen. Wo das nicht der Fall ist, müssen Kompromisse gefunden werden, kurz: Wir finden eine gemeinsame Grundlage. Wir entwickeln dabei sozusagen aus zwei Kulturen eine neue, wir stimmen Regeln und Bedeutungen ab. Aus unserer Vielfalt wächst etwas Neues, Konstruktives, Gemeinsames. Niemand soll dabei etwas aufgeben – es geht darum, aufeinander zuzugehen und gegenseitiges Verständnis zu erreichen.

„Treffen sich zwei Eltern und ein Sprachtherapeut“ – so könnte „mein“ Witz anfangen. Aber eine Pointe, die auf Missverständnissen beruht, sucht man in diesem Fall meistens vergebens.

(hw(hg)