Sprache verbindet …

AWO Sprachheilzentrum Bad Salzdetfurth


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Fortsetzung: Karlsson bleibt!

Karlsson hat also noch einiges zu lernen. Aber die Testphase hat gezeigt, dass er schnell lernen kann und das die Kinder bereit sind, mit mir und mit ihm die neuen Aufgaben zu bewältigen. Und wir haben ja auch noch Kooper, der Karlssons Erziehung von Anfang an tatkräftig unterstützt hat.
Dennoch ist Karlsson anders als Kooper. Und das ist auch gut so: Kooper ist auf emotionaler Ebene für die Kinder da. Er ist ein Freund. Er tröstet die Kinder, die traurig sind, legt den Kopf auf den Schoß oder leckt vorsichtig die geronnenen Tränen von der Wange. Er passt auf die Kinder auf, die heimwehegeplagt sind und freut sich mit jedem der Kinder, die in meinen Raum hereinmarschieren. Karlsson hingegen ist sehr leichtführig. Die Kinder brauchen nur „Decke“ oder eines der anderen Grundkommandos zu sagen und er befolgt dieses – im Gegensatz zu Kooper ganz ohne Widerwillen. Und das ist momentan das Größte für die Kinder. Ein einzelnes Wort reicht aus, um eine Reaktion beim Hund zu bewirken. Dabei ist es Karlsson ist völlig egal, ob das Wort korrekt gesprochen wurde. Er ist halt kein Logopäde, der darauf besteht, in ganzen Sätzen zu reden oder der einzelne Laute beim Sprechen berichtigt. Er ist ein Verbündeter. Wir haben also einen Freund und einen Verbündeten. Eine hervorragende Kombination unserer Therapiehunde und ich freue mich riesig über meine beiden unterschiedlichen Vierbeiner und ihre tolle Arbeit mit mir bei uns im Sprachheilzentrum.
Britta Bleckmann
(BB/hmo)

Ein gutes Team: Kooper und Karlsson.

Ein gutes Team: Kooper und Karlsson.


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Die Testphase ist erfolgreich beendet – Karlsson kommt!

Unser Therapiehund Kooper hat nun einen zuverlässigen Nachfolger: Karlsson.

Während ich als Therapiehundeführerin noch skeptisch beobachtete und testete, wie sich der Neuling im Kontakt und Umgang mit den Kindern macht, stand für diese bereits alles fest. Sie forderten schon nach dem ersten Aufeinandertreffen: Karlsson muss bleiben!
Ganz so leicht ist es dann aber doch nicht. Bevor Karlsson ausgebildeter Therapiehund werden kann, stehen wichtige Dinge im Vordergrund. Das wichtigste allem voran: Eine gute Beziehung zu den Kindern, d.h. Karlsson muss lernen wie er sich den aufdringlichen Kindern gegenüber verhält, wie er mit den Vorsichtigen in Kontakt tritt und wie er von den Mutigen ein Leckerli abgreifen kann.
Während er bei den einen sehnsüchtig wartet, bis die gefüllte Hand sich öffnet, um die Belohnung abzugreifen, drängt er die Anderen mit dem Hinterteil beiseite, wenn sie ihm zu schnell zu nahe kommen. Bei den Anderen wiederum schleicht er sich vorsichtig heran, schnuppert kurz an der Hand und verschwindet wieder.
Das ist nämlich die zweite Sache, die er strikt zu befolgen hat: Auf der Decke „verschwinden“. Tatsächlich ist damit gemeint, ein bisschen durchsichtig zu werden, denn der Therapieverlauf und die Fortschritte der Kinder stehen im Vordergrund. Stören darf er Niemanden. Auf der anderen Seite ist die Decke aber auch sein Bereich. Sein Schlafplatz und sein Rückzugsort, denn keines der Kinder darf zu ihm unter den Schreibtisch kommen. Darauf muss ich als Therapiehundführerin am meisten achten.
Da Karlsson bisher als „Familienhund“ groß geworden ist, sind ihm die Reize hier im Sprachheilzentrum zeitweise völlig fremd. Er kennt es nicht, das Kinder schreiend auf dem Flur entlanglaufen, fragt sich bestimmt manchmal, warum Watte durch den Raum gepustet wird oder warum es so viele Varianten von seinem Namen und dem Namen seines Hundekumpels gibt: Tarlsson, Plankton, Karlkon, Tooper, Blublei oder Pooper.

Unsere Logopädin Britte Bleckmann mit Karlsson und Kooper (v.l.n.r.)

Unsere Logopädin Britta Bleckmann mit Karlsson und Kooper (v.l.n.r.)

Teil 2 folgt!