KVM – Projekt in der Burgbergschule

Wir sind eine Schule, in der ein friedliches Miteinander und ein gegenseitiger respektvoller Umgang an oberster Stelle stehen. Um diese Ziele für unsere Schule und unsere Schüler*innen zu erreichen und zu wahren haben wir das sogenannte KVM – Projekt (Kooperative Verhaltensmodifikation) in unserer Schule eingeführt.

An dieser Stelle möchten wir dieses Projekt einmal genauer vorstellen.

Die Schüler*innen und Lehrer*innen äußern zunächst im Rahmen einer Klassen – und später Klassensprechersitzung, was ihnen am Verhalten der Mitschüler*innen im Unterricht und in der Pause missfällt. Die Auffälligkeit, die am häufigsten genannt wurde, wird zur ersten Verhaltensregel (z.B. „Wir wollen nicht treten“). Diese erste Regel gilt zunächst für vier Unterrichtswochen und wird im Laufe der Zeit durch zusätzliche, neu festgelegte Regeln erweitert. In diesen vier Wochen wird über jeden Schüler*in vom Klassenlehrer ein Protokollbogen geführt. Bei entsprechender Auffälligkeit erhält der Schüler*in einen Strich. Nach vier Wochen findet eine „Belohnung“ (in Form verschiedener gemeinsamer Aktionen wie z.B. Waffeln backen, Sportspiele, Buden bauen im Wald, verschiedene Bastelangebote, Kegeln, Eis essen u.v.m. im Rahmen der AG-Zeit) für die Schüler*innen statt, die weniger als sechs Striche erhielten. Schüler*innen mit mehr Strichen gehen am Tag der Belohnung in eine „Beratung“.

In den Beratungen wird das jeweilige, noch nicht angemessene Verhalten besprochen und reflektiert und durch spielerische und handlungsorientierte sowie  kooperative Übungen gemeinsam an der Erreichung des Ziele gearbeitet

Wir sind eine Schule, in der ein friedliches Miteinander und ein gegenseitiger respektvoller Umgang an oberster Stelle stehen. Um diese Ziele für unsere Schule und unsere Schüler*innen zu erreichen und zu wahren haben wir das sogenannte KVM – Projekt (Kooperative Verhaltensmodifikation) in unserer Schule eingeführt.

An dieser Stelle möchten wir dieses Projekt einmal genauer vorstellen.

Die Schüler*innen und Lehrer*innen äußern zunächst im Rahmen einer Klassen – und später Klassensprechersitzung, was ihnen am Verhalten der Mitschüler*innen im Unterricht und in der Pause missfällt. Die Auffälligkeit, die am häufigsten genannt wurde, wird zur ersten Verhaltensregel (z.B. „Wir wollen nicht treten“). Diese erste Regel gilt zunächst für vier Unterrichtswochen und wird im Laufe der Zeit durch zusätzliche, neu festgelegte Regeln erweitert. In diesen vier Wochen wird über jeden Schüler*in vom Klassenlehrer ein Protokollbogen geführt. Bei entsprechender Auffälligkeit erhält der Schüler*in einen Strich. Nach vier Wochen findet eine „Belohnung“ (in Form verschiedener gemeinsamer Aktionen wie z.B. Waffeln backen, Sportspiele, Buden bauen im Wald, verschiedene Bastelangebote, Kegeln, Eis essen u.v.m. im Rahmen der AG-Zeit) für die Schüler*innen statt, die weniger als sechs Striche erhielten. Schüler*innen mit mehr Strichen gehen am Tag der Belohnung in eine „Beratung“.

In den Beratungen wird das jeweilige, noch nicht angemessene Verhalten besprochen und reflektiert und durch spielerische und handlungsorientierte sowie  kooperative Übungen gemeinsam an der Erreichung des Ziele gearbeitet.

(km)

Sprachfördernde Verhaltensweisen

„Papa, du mir Tatao einschenken?“
„Ja, ich kann dir gerne Kakao einschenken.“ Oder „das heißt Kakao!“

Welche Antwort würden Sie gerne hören, wenn Sie Durst auf Kakao hätten?

In diesem Artikel geht es darum, wie Sie ihr Kind bestmöglich beim Sprechen lernen unterstützen können.

Im dem Beispiel mit dem Kakao ist bereits sprachförderndes Verhalten enthalten: In dem Moment, wo Sie die Aussage Ihres Kindes wiederholen hat Ihr Kind die Möglichkeit, die korrekte Aussprache zu hören. Sie zeigen auf diese Weise Ihrem Kind, dass sein Wunsch (Kakao zu bekommen) wichtiger ist, als der Fehler in der Aussprache. Sie korrigieren Ihr Kind, ohne das Ihr Kind es direkt als Fehler aufgezeigt bekommt.

Ihr Kind erlernt Sprache, indem es Ihnen und Anderen zuhört. Geben Sie ihrem Kind die Chance und wiederholen Sie die Aussage ohne auf den Fehler hinzuweisen.

Sie können zudem das Wort Kakao noch häufiger wiederholen und ihrem Kind die Möglichkeit geben, das Wort häufig korrekt ausgesprochen zu hören.

  • Möchtest du noch mehr Kakao?
  • Schmeckt dir der Kakao?
  • Trinkst du lieber warmen oder kalten Kakao?

Ihnen fallen sicher noch weitere Fragen ein.

Um ihr Kind bestmöglich beim Sprechen lernen zu unterstützen, können Sie gerne einmal auf folgende Dinge bei sich achten:

  • Halten Sie Blickkontakt zu Ihrem Kind?
  • Sprechen Sie in einem angemessenen Tempo mit ihrem Kind?
  • Betonen und Wiederholen Sie für ihr Kind schwierige Wörter?

Hilfreich für Ihr Kind ist auch, wenn Sie die Aussagen Ihres Kindes verlängern. Mit einem Beispiel wird es deutlicher: Ihr Kind zeigt auf einen Hund und sagt: „Da!“ Sie könnten dann antworten mit: „Da ist ein Hund. Schau mal, er schnuppert an dem Zaun“ oder „Der Hund wedelt mit seinem Schwanz“.

Beobachten sie gemeinsam Situationen und reden Sie dabei über die Geschehnisse. Auf diese Weise geben Sie ihrem Kind die Möglichkeit neue Wörter zu lernen. Das begleitende Sprechen kann neben dem Beobachten auch im gemeinsamen Spiel gut umgesetzt werden. Wenn Ihr Kind beispielsweise die Geräusche eines Autos imitiert können Sie kommentieren, wohin oder worüber das Auto fährt.

Probieren Sie es aus! (bb/as)

 

Sprach- oder Sprechauffällig? Was ist der Unterschied?

Liebe Eltern,

vielleicht ist Ihnen bei Ihrem Kind aufgefallen, dass die Sprache oder das Sprechen noch nicht so richtig klappt. In den folgenden Artikeln berichten wir kurz und knackig über die verschiedenen Auffälligkeiten. Verschaffen Sie sich einen Überblick.

Bei Bedarf oder Fragen können Sie sich natürlich jederzeit melden.

Hat ihr Kind Sprach- oder eine Sprechstörung?

Eine Sprachstörung liegt vor, wenn Ihr Kind Probleme mit der (Mutter)Sprache hat. Es kann sein, dass die Aussprache, also die Einzelnen Laute fehlerhaft ausgesprochen werden. Vielleicht sagt ihr Kind „Bielplatz“ statt „Spielplatz“ oder „Tuchen“ statt „Kuchen“.

In diesem Fall ist die Artikulation in der Entwicklung verzögert. Hierbei handelt es sich um eine Sprachstörung.

Möglich ist auch, dass Ihr Kind die Wörter in einem Satz in der falschen Reihenfolge sagt. „Ich Oma anrufen“ z. B. oder „Ich Hunger haben.“

Wenn Ihnen dies auffällt, kann es sein, dass die Grammatik-Entwicklung ihres Kindes verlangsamt oder gestört ist.

Aber Achtung: Gewisse „Fehler“ sind in der kindlichen Entwicklung normal! Erst mir fortschreitendem Alter wird es zu einer Sprachstörung!

Zu Sprachstörungen gehören auch der Wortschatz und das Verstehen von Wörtern. Je mehr Wörter ihr Kind erlernt, desto mehr kann es selber benennen und verstehen.

Eine typische Sprechstörung hingegen ist z. B. das Stottern. Bei einer Sprechstörung ist der (muskuläre) Vorgang des Sprechens in irgendeiner Weise beeinträchtigt. Auch das Lispeln gehört dazu. Die Zungenbewegung, also vielmehr die Muskulatur ist in diesem Falle noch nicht ausreichend gekräftigt. (bb/as)

Sprachförderung im Alltag – Teil 3

Teil 3: Erzählkontexte entwickeln

Damit die Erwachsenen verstehen, was die Kinder meinen, ist nicht nur eine gute Aussprache, eine korrekte Grammatik oder ein gut gefüllter Wortschatz nötig. Oft beobachten wir in der Sprachtherapie, dass Kinder Schwierigkeiten haben, ihre Erzählungen nachvollziehbar zu gestalten.

Es kommt vor, dass die Kinder beim Erzählen bestimmte Informationen als bekannt voraussetzen (Ich weiß nicht, wie das bei Ihnen ist, aber ich kenne jedenfalls nicht alle Spezialfähigkeiten der Pokémon!). Oder sie fangen in der Mitte des Geschehens an zu erzählen, als ob man bei einem Film mittendrin hineinzappt. Dadurch fehlen wichtige Informationen aus dem Vorfeld.

So entstehen Erzählungen, die inhaltlich für uns Erwachsene nur schwer nachvollziehbar sind. Einige fachlich basierte Ansätze zur Förderung lassen sich auf den Alltag gut umstellen.

Schaffen Sie einen Kontext für ein gemeinsames Spiel. „Wir spielen Markt. Was brauchen wir alles dafür?“ Regen Sie an, sich über die Gegenstände auszutauschen (Was ist das? Wie schmeckt das? Ist es Obst oder Gemüse?). Sprechen Sie darüber, wie ein Marktstand aussieht. Darüber, wie die Situation „Einkaufen auf dem Markt“ funktioniert: Was machen wir dort? Wie verhält man sich? Planen Sie, wer von Ihnen welche Rolle einnimmt („Du bist die Verkäuferin, ich bin der Kunde.“). Wer nimmt an der Situation noch teil?

Dieses Konzept können Sie auf unterschiedliche Spielsituationen übertragen. Was ist, wenn die Playmobil-Piraten auf die Schatzinsel kommen? Wie benehmen sich Piraten? Hein hat ein Holzbein und ist immer etwas mürrisch, Pitt will unbedingt den Schatz finden… Oder wenn bei Bibi und Tina ein Pferd ausgebüxt ist? Wie finden Sie das Pferd wieder? Gibt es einen Suchflug auf Kartoffelbrei?

Um die Struktur von Erzählungen mit Ihren Kindern zu erarbeiten, bietet sich auch an, dass Sie Geschichten vorlesen. Kurze Geschichten eignen sich in diesem Fall etwas besser, weil sie in sich abgeschlossen sind und Ihr Kind den Spannungsbogen gut nachvollziehen kann. Sie sind auch leichter in der Nacherzählung („Erzähl mal. Was ist in der Geschichte gerade passiert?“).  Wichtig ist, dass die Kinder ins Erzählen kommen.

Wenn Sie mit dem Spiel fertig sind, lohnt es sich deshalb, das Kind die Handlung noch einmal so erzählen zu lassen, als ob Sie nicht dabei gewesen wären (oder, gerade momentan, zum Beispiel im Telefonat mit Oma und Opa? Beim Skype-Gespräch mit Tante Jasmin? Ihnen fällt garantiert jemand ein, der sich sehr darüber freut, mit dem Kind ein paar Worte zu wechseln).

Zum Abschluss haben wir eine Anregung für Profis im Homeoffice:  Ein umfassender Ansatz zur Förderung der Erzählkompetenz wurde 2017 von Nitza Katz-Bernstein und Anja Schröder mit dem Konzept DO-TINE veröffentlicht. Schauen Sie mal: http://sprachtherapie-aktuell.de/files/e2017-10_Katz-Bernstein_Schroeder.pdf

In diesem Sinne: Erzählen Sie sich etwas Schönes.

Logopädie–Fortbildung im Sprachheilzentrum

„Also lautet der Beschluss: Dass der Mensch was lernen muss!“ Dieser Satz von Wilhelm Busch gilt in unserer Einrichtung nicht nur für die kleinen PatientInnen. Auch die Erwachsenen bilden sich weiter.

Am 18.10.2014 fand im Sprachheilzentrum eine Fortbildung für LogopädInnen mit dem Thema „Therapie phonologischer Störungen“ statt. In dieser Therapiemethode geht es – sehr einfach ausgedrückt – vor allem um Laute und deren Merkmale, also im Prinzip: „Wie klingt eigentlich ein W?“ und „Wie unterscheidet sich der Klang des W vom B?“, aber auch um Reime, Laute am Wortanfang und dergleichen mehr. Die Phonologie bildet damit eine wichtige Vorläufer-Fähigkeit zum Schreiben, denn nur, wenn ich den richtigen Laut höre, kann ich auch den richtigen Buchstaben aufschreiben. Der Schwerpunkt unserer Fortbildung war der Therapieaufbau bei Störungen dieses Systems.

Lautsymbole1

Dabei wird zunächst nicht ausschließlich mit Buchstaben geübt, sondern mit Symbolen: Das Geräusch, das beim Laut „F“ gemacht wird, ist das Windgeräusch, während das „S“ (wie in „Bus“) klingt wie das Zischen einer Schlange. So werden die Laute durch Lautsymbole dargestellt.

Wir haben viele neue Ideen gesammelt und durften uns selber eigene Spiele ausdenken. Dabei wurden uns verschiedene Methoden vorgestellt, nach denen gearbeitet werden kann. Bei so unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten sprudelten gleich die Ideen. Mittlerweile haben wir einige davon auch schon in der Therapie ausprobiert, sie funktionieren bestens! Zum Beispiel Domino-Steine vom gehörten Laut nehmen und zum Umfallen aufbauen. Ein Riesenspaß!Lautsymbole2

Die Fortbildung hatte also viele kreative Momente, die auch in der Therapie Tragweite haben werden.

(hw/hg)